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Jakobsweg - Odenwald-Main-Taubertal

Tauberbischofsheim
Kloster Bronnbach Außen.jpg

Der Jakobswanderweg Odenwald-Main-Taubertal schließt in Miltenberg am Main an den Jakobspilgerweg von Colmar über Aschaffenburg an und führt auf 170 Kilometern durch das "Liebliche Taubertal" mit seinen Wäldern, Streuobstwiesen und Weinbergen, bis er vor den Toren Rothenburgs auf den Fränkisch-Schwäbischen Jakobspilgerweg trifft. Die Jakobsmuschel und der gelbe Pfeil sind die typischen Orientierungshilfen entlang des Weges.

Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela zum Grab des Heiligen Jakobus findet seine erste Erwähnung im 11. Jahrhundert (1047). Seit dieser Zeit war das Apostelgrab im fernen Westen Europas eines der am häufigsten aufgesuchten Pilger- und Reiseziele des "orbis christianus".

Pilger aus allen sozialen Schichten begaben sich auf den langen Weg, um an dem mutmaßlichen Grab des Apostels Jakobus des Älteren Vergebung ihrer Sünden, Heilung ihrer Krankheiten und Erhörung ihrer Anliegen zu erlangen. Heilige, hohe Kleriker, Könige und Fürsten, Bauern, Krieger, Mönche, Arme, Bettler und Kriminelle bedienten sich der Infrastruktur der Pilgerwege, um den in Mode gekommenen "Fixpunkt zwischen Diesseits und Jenseits" aufzusuchen.

Die Ferienlandschaft "Liebliches Taubertal" bietet eine Vielzahl an Kunstwerken, die an den Heiligen Jakobus erinnern und auf dem neuen Jakobswanderweg Odenwald-Main-Taubertal erwandert werden können. Zahlreiche Jakobusdarstellungen unterschiedlichster Form warten in prachtvollen Kirchen, liebreizenden Fachwerkdörfchen und ursprünglicher Natur darauf, entdeckt zu werden.

Der Jakobswanderweg Odenwald-Main-Taubertal schließt in Miltenberg am Main an den Jakobspilgerweg von Colmar über Aschaffenburg an und führt auf 170 Kilometern durch das "Liebliche Taubertal" mit seinen Wäldern, Streuobstwiesen und Weinbergen, bis er vor den Toren Rothenburgs auf den Fränkisch-Schwäbischen Jakobspilgerweg trifft.

Der Tourismusverband "Liebliches Taubertal" hat neun Tages-Etappen ausgearbeitet, die nachfolgend beschrieben sind.

Die einzelnen Tagestouren umfassen zwischen 15 und 27 Kilometer und führen zum Großteil auf dem Panoramawanderweg Taubertal und den bekannten Wanderwegen, wie dem Europäischen Fernwanderweg E8, dem Mainwanderweg sowie dem Main-Donau-Weg. In den Beschreibungen der Tagestouren finden Sie Hinweise auf Darstellungen des Heiligen Jakobus in Form von Statuen, Reliefs, Schnitzereien, Brunnen etc. sowie Hinweise auf weitere Sehenswürdigkeiten unterwegs. Bei den Übernachtungsvorschlägen handelt es sich um eine kleine Auswahl wanderfreundlicher Unterkünfte. Ein Gastgeberverzeichnis der Ferienlandschaft "Liebliches Taubertal" ist beim Tourismusverband "Liebliches Taubertal" erhältlich.

Nehmen Sie sich Zeit, die herrliche Landschaft des Taubertals mit dessen zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu genießen. Tanken Sie Kraft und gönnen Sie sich auf Ihrem eigenen Pilgerweg eine Pause vom Alltag.

Sehenswürdigkeiten:

Der Jakobswanderweg Odenwald-Main-Taubertal schließt in Miltenberg am Main an den Jakobspilgerweg von Colmar über Aschaffenburg an. In Miltenberg gibt es einen Marktplatz sowie Deutschlands ältestes Gasthaus, das Gasthaus  "Zum Riesen" zu besichtigen. Über Freudenberg mit der Freudenburg, einem Fachwerkrathaus sowie einer Friedhofskapelle aus dem 13. Jh. geht es nach Boxtal und von dort nach Wertheim, wo es mit der historischen Altstadt, einer über der Stadt thronenden Burgruine, der Stiftskirche und dem Glasbläsermuseum viele Sehenswürdigkeiten gibt. Der Weg führt weiter über Urphar mit der Jakobuskirche und Bronnbach, wo das bekannte Kloster Bronnbach aus dem 12. Jh. besichtigt werden kann, sowie außerdem eine Jakobsdarstellung auf einer Ablassurkunde, nach Gamburg, mit seiner tollen Burganlage aus dem 12. Jh. mit den ältesten weltlichen Wandmalereien nördlich der Alpen.  Hochhausen, Impfingen, Dienstadt und Königheim sind die nächsten Stationen auf der Etappe nach Tauberbischofsheim. Spuren der Jakobspilger findet man hier in Impfingen mit der Pfarrkirche und dem Jakobusbrunnen, in Dienstadt mit der St. Jakobus-Kirche und Jakobusbrunnen, in Königheim mit der Pfarrkirche St. Martin und in Tauberbischofsheim in der Stadtpfarrkirche St. Martin. In Tauberbischofsheim können zusätzlich das Landschaftsmuseum im kurmainzschen Schloss, Reste der einstigen Stadtbefestigung mit dem Türmersturm sowie der Olympiastützpunkt der Fechter besichtigt werden.  Die nächste Etappe führt von Tauberbischofsheim über Grünsfeld-Hausen, Grünsfeld und Gerlachsheim nach Lauda. In Grünsfeld gibt es die Pfarrkirche St. Peter und Paul und in Lauda die Stadtpfarrkirche St. Jakobus. Weiter sind in Grünsfeld-Hausen die Achatiuskapelle, im 12. Jh. von Kreuzrittern  erbaut, das Fachwerkrathaus aus dem Jahr 1579 in Grünsfeld, das ehem. Prämonstratenser-Kloster mit Barockkirche in Gerlachsheim sowie die historische Alststadt von Lauda mit Dampflockdenkmal lohnenswerte Zwischenstopps auf dieser Etappe.  Weiter führt der Jakobswanderweg über den bekannten Weinort Beckstein, Sachsenflur und die berühmte Kurstadt Bad Mergentheim nach Markelsheim, welches ebenfalls ein bekannter Weinort ist.  In Bad Mergentheim lohnt es sich, dass Deutschordensschloss mit Museum, den Kurpark mit verschiedenen Themengärten sowie den Tierpark, der zu den artenreichsten seiner Art zählt, zu besichtigen. Zwischen Bad Mergentheim und Markelsheim liegt Igersheim, wo mit Burg Neuhaus eine weitere Deutschordensburg besichtigt werden kann. Von Markelsheim  geht es nach Weikersheim, dem nächsten Weinort auf dem Wanderweg, über die Bergkirche Laudenbach nach Niederstetten. In Laudenbach finden sich mit der Bergkirche Laudenbach und der Pfarrkirche St. Margareta gleich zwei Spuren des Pilgerweges. Außerdem gibt es in Niederstetten die Stadtpfarrkirche St. Jakob. Das Schloss Weikersheim in Weikersheim ist ebenfalls einen lohnenswerten Zwischenstopp wert und bietet einen tollen Schlossgarten, der zum Verweilen einlädt.  Auf dem Weg nach Creglingen passiert man Wermutshausen und Standorf und findet in der Herrgottskirche in Creglingen-Münster Spuren des hl. Jakobus sowie das bekannte Fingerhutmuseum in Creglingen, welches besichtigt werden kann. Das Ziel schon in Sichtweite wird über Tauberzell Rothenburg ob der Tauber erreicht. Auf dem Weg führt der Weg vorbei an Detwang und der St.-Peter und Pauls-Kirche (mit Heilig-Kreuz-Altar von Tilman Riemenschneider). Rothenburg selbst bietet Ihnen als Zielort zum Schluss mit seinem einzigartig erhaltenen mittelalterlichen Stadtbild, Stadtmauern aus dem 14. Jh., dem Topplerschlösschen, der Franziskanerkirche mit Franziskusaltar von Tilman Riemenschneider sowie diverser Museen nochmal ein Highlight auf diesem Wanderweg. 

Etappen

Miltenberg - Boxtal

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Am Weinort Bürgstadt vorbei steigt der Weg bis Freudenberg stetig an. Entlang der Strecke und oberhalb von Freudenberg schöne Ausblicke ins Maintal. Über Freudenberg gelangt man hinab ins romantische Wildbachtal nach Boxtal.

Boxtal - Wertheim

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Nach einem steilen Anstieg ab Boxtal führt der Weg durch den Schenkenwald mit herrlichen Ausblicken auf den Spessart und die Ruine Henneburg in Stadtprozelten. Vor Wertheim schöne Sicht auf Kreuzwertheim mit dem Schloss der Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg.

Wertheim - Gamburg

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Nach einem kurzen Anstieg zum Haidhof verläuft der Weg auf der Höhe mit schönen Aussichten auf den Main bis Urphar. Von dort auf meist abfallender Strecke bis zum Kloster Bronnbach und nach einem weiteren kurzen Anstieg auf halber Höhe oberhalb der Tauber bis Gamburg.

Gamburg - Tauberbischofsheim

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Vorbei an der wundervollen Burg Gamburg über den Apfelberg gelangt man über die Höhe nach Hochhausen und Impfingen zurück ins Taubertal. Bei einem Anstieg von ca. 200 m vorbei am Naturschutzgebiet Leintal geht es durch den Tannenwald nach Dienstadt und weiter über Königheim das Brehmbachtal hinab nach Tauberbischofsheim.

Tauberbischofsheim - Lauda-Königshofen

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Nach dem ca. 3 km langen Anstieg vorbei an der Laurentiuskapelle führt der mit Obstbäumen und Hecken gesäumte Weg nach Grünsfeld-Hausen. Durch das Grünbachtal weiter nach Grünsfeld und entlang schöner Feuchtbiotope geht es stetig bergab vorbei an Gerlachsheim nach Lauda.

Lauda-Königshofen - Markelsheim

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Über den Galgenberg gelangt man nach Beckstein mit herrlichen Ausblicken auf den Weinort. Nach einem Abstieg erreicht man Königshofen, weiter geht es das Umpfertal hinauf, nach einem kurzen Anstieg nach Sachsenflur. Über den Edelberg führt der Weg stetig bergab in die Kurstadt Bad Mergentheim. Auf halber Höhe, mit Blick auf die Burg Neuhaus, geht es durch die Weinlage Mönchsberg bis zum Weinort Markelsheim.

Markelsheim - Niederstetten

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Nach einem Aufstieg von ca. 170 m warten wunderschöne Fernblicke über das Taubertal und Weikersheim. Durch Buchen- und Mischwald geht es stetig das Vorbachtal hinauf zur Bergkirche nach Laudenbach. An Weinbergen vorbei erreicht man nach romantischen Ausblicken Niederstetten.

Niederstetten - Creglingen

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Über den Rehhof führt der Weg über Wermutshausen, durch Wald und Flur nach Standorf. Nach einem Abstieg ins Herrgottstal gelangt man, vorbei an der Herrgottskirche in Münster, nach Creglingen.

Creglingen - Rothenburg o.d.T.

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Zumeist auf halber Höhe mit herrlicher Aussicht ins "Liebliche Taubertal". Durch Feldgehölz, über Magerrasen und durch Weinberge mit mächtigen Steinriegeln erreicht man nach einem kurzen steilen Anstieg Rothenburg ob der Tauber.

Steckbrief Jakobsweg - Odenwald-Main-Taubertal
Start: Miltenberg
Ziel: Rothenburg o.d.T.
Tourlänge: 170 km
Gehdauer: 9 Tage
Schwierigkeitsgrad: Einfach-Mittel
Wegcharakteristik: Naturbelassene Wege
Beschilderung: Weiße Jakobsmuschel auf blauem Grund
Sehenswürdigkeiten: Burgen, Schlösser, Museen, Kirchen, historische Städte
Freizeitmöglichkeiten: Von A wie Angeln bis Z wie Zeltplatz reichen die Möglichkeiten, die keine Wünsche offen lassen. Im Sommer locken die Badeseen, Natur- und Freibäder für eine Erfrischung oder ein kühles Fußbad für müde Wander/Pilgerfüße. Sehr beliebt und besonders für Familien empfehlenswert sind Kanutouren auf der Tauber oder auf dem Main. Auch für Radtouren ist das Taubertal bestens geeignet, bietet es mit dem Radwegklassiker "Liebliches Taubertal" immerhin einen der beliebtesten und am meist befahrensten Radwege Süddeutschlands. Im Wildpark Bad Mergentheim, Europas artenreichstem Heimattierpark, können Sie eine Runde mit dem Tierpfleger drehen oder im Rauch- Zoo Freudenberg Zebras, Alpakas oder Berberaffen beobachten.

Weitere Informationen zur Region unter:
Tourismusverband Liebliches Taubertal »
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