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Eppinger Linien-Weg - kulturhistorischer Wanderweg

Chartaque Mühlacker
Kloster Maulbronn

König Ludwig der XIV. verfolgte im 17. Jahrhundert den Plan alle Ländereien von Markgraf Ludwig von Baden zu erobern. Dieser ließ daraufhin zwischen Neckargmünd und Weissenstein, die sogenannte Eppinger Linie erbauen. Einen Verteidigungswall mit Graben und Palisade.

Der Wanderweg folgt dem Verlauf der einstigen Verteidigungslinie von Eppingen bis Mühlacker und gewährt dabei tolle Ein- und Ausblicke, und führt auch vorbei am UNESCO Weltkulturerbe Kloster Maulbronn.
Es bietet sich an, die Tour in zwei Tagesetappen aufzuteilen, mit Sternenfels als Zwischenstopp.

Entlang des Weges befinden sich neun Großplastiken des Gemminger Künstlers Hinrich Zürn. Die verschiedenen Installationen nehmen Bezug auf die Auswirkungen der historischen Kriegsgeschehnisse und die heutige Situation im vereinten Europa.

Der Eppinger Linien-Weg erhält voraussichtlich im Früjhar 2016 eine Zertifizierung zum Qualitätsweg Wanderbares Deutschland.

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Geschichtlicher Hintergrund

Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, der "Türkenlouis", errichtete die Eppinger Linien
1695 als Verteidigungslinie. Das Wallgrabensystem reichte von Neckargemünd bis Weissenstein bei Pforzheim. Damit sollten die alljährlichen Einfälle und Plünderungen der Franzosen unter Ludwig XIV. abgewehrt werden.
 
Es galt, die Verteidigungslinie so zu legen, dass sie leicht zu verteidigen war. Eine Verbindung zwischen den natürlichen Hindernissen Odenwald und Schwarzwald, zwischen Neckaremünd und Pforzheim, bot sich an. Zwar wurden dadurch die Vorlande geopfert, der Magazinplatz Heilbronn jedoch gesichert.
 
Das Wall-Graben-System der Verteidungslinie wurde im Frondienst errichtet, zu den Fronarbeiten wurde unter Androhung der Todesstrafe die Bevölkerung vor den Linien herangezogen. Die Franzosen drohten ihrerseits, jeden zu töten, der als Schanzer bei der Errichtung der Linien mithalf.
 
Für die Eppinger Linien versuchte man die Geländeform optimal zu nutzen. Wo es das Gelände zuließ, wurde lediglich ein "Verhack", eine ca. 100 m breite Schneise aus kreuz und quer gefällten Bäumen angelegt. Weite Abschnitte wurden mit Schanzen versehen. Diese bestanden aus einem 2,50 m tiefen Graben, dessen Aushub auf der dem Feind abgewandten Seite als Wall aufgeschüttet wurde.In die Böschung wurden noch Pallisaden eingerammt.
 
Chartaquen, Wachtürme, dienten zur Beobachtung des Vorfeldes und standen in Signalverbindung.
An besonders gefährdeten Punkten wurden Redouten (Viereckschanzen für Artilleriestellungen) errichtet.
 
Entlang der Strecke informieren 18 Tafeln über Geschichte und Bau der Eppinger Linien.

Etappen

Eppingen - Zaberfeld

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Entlang der Eppinger Linien durch den Naturpark Stromberg-Heuchelberg.

Zaberfeld - Sternenfels

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Die zweite Etappe der Eppinger Linien führt auf Feldwegen, mit schönen Obstbäumen und tollen Blicken in das 1000 Hügelland.

Sternenfels - Mühlacker

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Steckbrief Eppinger Linien-Weg - kulturhistorischer Wanderweg
Start: Eppingen
Ziel: Mühlacker
Tourlänge: 41 km
Gehdauer: 18 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel
Wegcharakteristik: teilweise befestigte und teilweise unbefestigte Wege
Beschilderung: durchgängig beschildert mit stilisiertem Turm-Logo
Sehenswürdigkeiten: Kultur-Historisches Privatmuseum Reinhold Sack Eppingen, Museum Zeugnis religiösen Volksglaubens Eppingen, Pfeifferturm Eppingen, Raußmühle Eppingen, Stadt- und Fachwerkmuseum "Alte Universität" Eppingen, Weinbaustube Kleingartach, Steinhauermuseum Mühlbach, Bauernmuseum Richen, Schlossbergturm Sternenfels, Diefenbacher Feuerspritzenmuseum, Diefenbacher Königsbückele. Museum auf dem Schafhof Maulbronn, UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn, Steinhauerstuben Schmie, Burgruine Löffelstelz Mühlacker, Chartaque Mühlacker, Heimatmuseum Mühlacker, Herzogstein Mühlacker, Römische Villa Rustika Enzberg, Frauenkirche Lienzingen
Freizeitmöglichkeiten: Tiefer-See Naturfreibad Maulbronn

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